![]() |
Stadtratsblog
Stadtratsblog
Schwieriger Personalentscheid
Heute hatten wir im Stadtrat einen schwierigen Personalentscheid zu fällen. Gegenüber standen sich Frau Kläy-Trechsel - sie war der offizielle Wahlvorschlag der vorbereitenden Gremien - und der bisherige Ratssekretär Herr Jürg Stampfli. Gewählt wurde nach einer langen und teilweise emotionalen Debatte mit 42 Stimmen Frau Kläy-Trechsel. Ich gratuliere der neu gewählten Ratssekretärin ganz herzlich.
Auch wenn ich mich für Frau Kläy-Trechsel freue, bleibt doch ein fahler Nachgeschmack. Im Vorfeld kursierten unzählige Gerüchte zugunsten oder gegen die KandidatInnen. Die Medien berichteten ebenfalls über beide Personen, teilweise hart an der Grenze zur Persönlichkeitsrechtsverletzung. Es bildeten sich auf Seiten der Stadträtinnen und Stadträte regelrecht zwei "Lager" - unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit -, gefochten wurde mit harten Bandagen.
Eigentlich hätten beide KandidatInnen eine bessere Behandlung verdient. Wer ist Schuld an der z. T. unschönen Auseinandersetzung? Ich stelle fest, dass unser Verhalten der letzten Wochen nur menschlich ist. Im Dezember 2009 definierten wir vom Stadtrat ein Verfahren, in der Illusion, dieses würde uns vor harten Auseinandersetzungen schützen. Doch als der Vorschlag der vorberatenden Gremien bekannt wurde, spielte das vordefinierte Verfahren keine Rolle mehr. Nun zählten persönliche Sympathien oder Antipathien. Gerüchte wurden in die Welt gesetzt, Gerüchte wurden weitererzählt und alte Wäsche gewaschen. Der Stadtrat unterschied sich nicht mehr von einem gewöhnlichen "Chüngelizüchterverein", in welchem persönliche Konflikte ausbrechen.
Spricht dies gegen das städtische Parlament? Im Gegenteil: Letzten Endes ist der Stadtrat eine Zusammenkunft von 80 Menschen aus der Bevölkerung. Dass wir persönliche Konflikte nicht besser lösen können als ein normaler Verein, ist nur logisch. Es zeigt auch, dass wir eine echte Volksvertretung sind und eine gesunde Portion Bodenhaftung haben.
Ich möchte es nicht unterlassen, Jürg Stampli auf seinem weiteren beruflichen Weg alles Gute zu wünschen. Ich hoffe, die Stadt Bern findet für ihn eine geeignete Anschlusslösung resp. kann ihn bei dessen Suche unterstützen.
Interessieren Sie sich für die jungfreisinnigen stadt bern? Dann besuchen Sie unsere Website: www.jfstadtbern.ch.
© 2009 Joomla!
All Rights Reserved.
Design by PrettyManagement.ch
